Die sechs Säulen meiner traumapädagogischen Arbeit

Säulen der Traumabegleitung

 

Diese sechs Säulen bilden die Grundlage meiner traumapädagogischen Arbeit. Je nachdem, was dich gerade beschäftigt oder belastet, können einzelne Bereiche wichtiger sein als andere. Gemeinsam schauen wir, was du gerade brauchst und welche Schritte dir helfen können. Dabei orientieren wir uns an deinem Tempo und deinen persönlichen Bedürfnissen.

Persönliche und emotionale Begleitung

Neben der Vermittlung von Wissen und praktischen Methoden ist mir wichtig, dich auch emotional auf deinem Weg zu begleiten. Veränderungen im Alltag, das Sortieren persönlicher Gegenstände oder die Auseinandersetzung mit Erinnerungen können unterschiedliche Gefühle auslösen. Manchmal tauchen Trauer, Unsicherheit, Überforderung oder schwierige Erinnerungen auf. Dafür darf bei mir Raum sein.
 

Wir können gemeinsam innehalten, Gedanken und Gefühle sortieren und schauen, was du gerade brauchst. Du musst mit belastenden Gedanken und Gefühlen nicht allein bleiben. Wir nehmen uns die Zeit, die du brauchst, und entscheiden gemeinsam, wann und wie wir die nächsten Schritte angehen.

Ich begleite dich sowohl in Gesprächen als auch bei konkreten Veränderungen in deinem Alltag und deinem persönlichen Umfeld.

Wissen vermitteln

Ich vermittle dir Wissen über Trauma, Stress und deren Auswirkungen. So kannst du besser verstehen, warum du in bestimmten Situationen reagierst, wie du reagierst, und was in dir passiert.
 

Zum Beispiel kann es darum gehen, warum bestimmte Situationen starke Gefühle oder Erinnerungen auslösen, weshalb dein Körper manchmal in Alarmbereitschaft gerät oder warum du dich nach einer anstrengenden Situation erschöpft fühlst. Wir schauen gemeinsam, was hinter solchen Reaktionen stecken kann und wie du sie besser einordnen kannst. Das kann helfen, dich selbst besser zu verstehen und weniger streng mit dir zu sein.

Methoden und Werkzeuge

Ich vermittle dir praktische Methoden und Werkzeuge, die dich im Alltag unterstützen und dir in schwierigen Situationen helfen können. Gemeinsam finden wir heraus, was für dich hilfreich ist und wie du es anwenden kannst.
 

Zum Beispiel entwickeln wir einen persönlichen Notfallkoffer für besonders belastende Momente, üben Atem- und Wahrnehmungsübungen oder lernen Methoden kennen, mit denen du dich wieder stärker im Hier und Jetzt orientieren kannst. Auch die Progressive Muskelrelaxation (PMR) kann eine Möglichkeit sein, Anspannung bewusst wahrzunehmen und abzubauen. Als qualifizierte PMR-Trainerin kann ich dich dabei anleiten und unterstützen. Ziel ist, dass du nach und nach eigene Möglichkeiten entwickelst, dich in schwierigen Momenten selbst zu unterstützen.

Ressourcen stärken

Ich unterstütze dich dabei, deine eigenen Stärken, Fähigkeiten und Kraftquellen wiederzuentdecken und bewusster zu nutzen. Oft geraten gerade die Dinge aus dem Blick, die uns eigentlich Halt geben können.
 

Gemeinsam schauen wir beispielsweise, was dir guttut, bei welchen Menschen du dich sicher fühlst und welche Tätigkeiten dir Kraft geben. Wir können eine persönliche Ressourcenkarte erstellen oder überlegen, wie du kleine stärkende Momente bewusster in deinen Alltag einbauen kannst. Auch scheinbar kleine Dinge wie ein Spaziergang, Musik hören, Gartenarbeit oder ein vertrautes Gespräch können wichtige Kraftquellen sein.

Alltag strukturieren

Wenn vieles gleichzeitig auf dich einströmt, kann es schwerfallen, den Überblick zu behalten. Manchmal bleiben selbst kleine Aufgaben liegen, Entscheidungen werden aufgeschoben oder der Alltag fühlt sich wie ein unüberwindbarer Berg an. Ich unterstütze dich dabei, Ordnung in deine Gedanken und Aufgaben zu bringen und hilfreiche Strukturen für deinen Alltag zu entwickeln.
 

Zum Beispiel können wir gemeinsam anstehende Aufgaben sammeln, Prioritäten setzen und überlegen, womit du am besten beginnst. Wir können Wochenpläne erstellen, neue Routinen entwickeln oder gemeinsam Unterlagen sichten und sortieren. Auch die Frage, wie du mit aufgeschobenen Aufgaben oder wiederkehrenden Überforderungssituationen umgehen kannst, kann Thema sein. Es geht nicht darum, möglichst viel zu schaffen, sondern einen Alltag zu entwickeln, der dich entlastet und zu deinen Möglichkeiten passt.

Raum schaffen

Manchmal ist nicht nur innerlich vieles belastend, sondern auch das eigene Umfeld. Zu viele Dinge, unerledigte Veränderungen oder Erinnerungsstücke können zusätzlichen Druck erzeugen. Ich begleite dich dabei, innerlich und äußerlich mehr Raum für das zu schaffen, was dir wichtig ist.
 

Gemeinsam können wir beispielsweise überlegen, welche Dinge du behalten möchtest, wovon du dich trennen kannst und wie du dein Zuhause so gestalten möchtest, dass du dich wieder wohler fühlst. Dabei kann es auch darum gehen, gemeinsam Bereiche anzuschauen, Entscheidungen zu treffen oder Gegenstände neu zu ordnen. Wir können ganz praktisch zusammen anpacken und Veränderungen Schritt für Schritt umsetzen.
 

Besonders nach Verlusten, Trennungen oder anderen einschneidenden Lebensereignissen kann es hilfreich sein, sich mit Erinnerungen auseinanderzusetzen, der eigenen Trauer Raum zu geben und das Lebensumfeld neu zu gestalten. Vielleicht möchtest du Erinnerungsstücke bewusst bewahren, andere Dinge loslassen oder Platz für einen neuen Lebensabschnitt schaffen. Du bestimmst selbst, was bleiben darf, was gehen kann und wann du für Veränderungen bereit bist. Es geht nicht darum, möglichst viel auszumisten, sondern darum, deinen eigenen Raum wieder bewusst gestalten zu können.

Umgang mit anderen

Belastende Erfahrungen können beeinflussen, wie wir Beziehungen erleben, anderen Menschen vertrauen und unsere eigenen Bedürfnisse wahrnehmen. Manchmal fällt es schwer, Grenzen zu setzen, Nein zu sagen oder die eigenen Wünsche überhaupt zu erkennen.
 

Ich unterstütze dich dabei, deine Bedürfnisse besser wahrzunehmen, Grenzen zu erkennen und Beziehungen bewusster zu gestalten.

Zum Beispiel können wir gemeinsam schwierige Situationen aus deinem Alltag anschauen, Gespräche vorbereiten oder Formulierungen finden, mit denen du deine Wünsche und Grenzen ausdrücken kannst. Wir können auch überlegen, woran du erkennst, ob dir eine Beziehung guttut, welche Situationen dich verunsichern und wie du dich besser schützen kannst. Ziel ist, dass du mehr Sicherheit im Umgang mit anderen gewinnst und zunehmend für dich selbst einstehen kannst.